Sie befinden Sich hier: - News/Allgemein, 02. Gesundheit | zurück...
-Anzeige-
Gehören auch Sie zu den Allergikern?
Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf an sich unschädliche Stoffe wie z. B. Pollen, Tierhaare und -schuppen, Insektengifte oder Nahrungsmittel. Solche Stoffe werden als Allergene bezeichnet.

Die Zahl der allergischen Erkrankungen in den Industrienationen hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen und Fachleute rechnen mit einem weiteren Anstieg. Babys und Kleinkinder sind von dieser Entwicklung ebenso betroffen wie Erwachsene aller Altersstufen. Typische Allergiesymptome sind: Juckreiz in der Nase, Niesattacken, verstopfte Nase, Rötung und Fremdkörpergefühl im Auge, Hautirritationen/Neurodermitis und Beschwerden im Magen-Darmbereich.
Kaum bekannt ist, dass man auf Allergien auch mit ganz anderen körperlichen und seelischen Symptomen reagieren kann als mit den klassischen Haut- oder Atemwegsbeschwerden. So können sich Allergien unter anderem auch durch Nervosität und Schlaflosigkeit, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Muskelkrämpfe bemerkbar machen. Ebenso gibt es psychische Allergiesymptome.
Zu ihnen gehören Konzentrationsstörungen, Lernstörungen bei Kindern, Stimmungsschwankungen sowie seelische und körperliche Erschöpfung. Die Symptome eines Heuschnupfens z.B. dürfen nicht als harmlose und eventuell lästige Krankheitserscheinungen heruntergespielt werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass die Entzündung, die jeder allergischen Erkrankung zugrunde liegt, sich auf die tieferen Atemwege ausweitet. So kann sich aus dem vermeintlich „banalen“ Heuschnupfen ein Asthma bronchiale entwickeln.
Diese Verschlimmerung wir bei immerhin 30 % aller Atemwegsallergiker beobachtet, die sich nicht oder nicht rechtzeitig in Behandlung begeben. Eine Maßnahme, die jeder Betroffene bis zu einem gewissen Grad selbst durchführen kann, ist die Vermeidung des Allergens. Hilfsmittel dabei sind z. B. für Heuschnupfen-Patienten ein Pollenflugkalender oder die Pollenflugwarnungen in den Medien. Wo die Allergenmeidung nicht konsequent einzuhalten ist, bietet sich als Behandlungsmöglichkeit die spezifische Immuntherapie (Hypo- oder Desensibilisierung) an, bei der das Immunsystem an die Allergene „gewöhnt“ wird. Diese Therapie kann die Beschwerden vollständig heilen oder zumindest erheblich lindern. Je früher sie begonnen wird, umso besser sind die Erfolgschancen.
Die am häufigsten durchgeführte und von Wissenschaftlern am besten untersuchte Form der spezifischen Immuntherapie besteht aus der Verabreichung von Injektionen, die in der Regel einmal pro Woche gegeben werden. Für Kinder oder Allergiker mit ausgeprägter Überempfindlichkeit wurde eine Tropfentherapie entwickelt. Über die individuelle Vorgehensweise entscheidet der behandelnde Arzt auf der Grundlage von Patient, Symptomatik und Lebensumständen.
Weitere Informationen zum Thema Allergie finden Sie unter










