Sie befinden Sich hier: 03. Familie & Pädagogik | zurück...
-Anzeige-
Jeder hat die Chance auf bestmögliche Bildung
Studienförderung bringt Chancen

Als das Bafög 1971 in Kraft trat, war das ein echter Fortschritt für gleiche Chancen. Bis dahinwar es Menschen aus “kleinen Verhältnissen” kaum möglich zu studieren.
Herbert Zech, Sohn eines Arbeiters und einer Hausfrau, war einer der ersten Bafög-Empfänger. Er wurde Bauingenieur, auch seine beiden jüngeren Brüder schafften den Bildungsaufstieg.
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) schätzt, dass seit Einführung des Bafög rund vier Millionen Menschen nur durch diese finanzielle Unterstützung studieren konnten. DSW-Präsident Dobischat
bezeichnete das Bafög als tragende Säule der Studienfinanzierung in Deutschland: Es sei das stärkste und wichtigste Instrument für Chancengleichheit und Aufstieg durch Bildung.
Bundesbildungsministerin Schavan erklärte, dass der Bund auch künftig in die Sicherung von qualifiziertem Fachkräftenachwuchs investieren werde. Die knapp drei Milliarden Euro, die Bund und Länder für das Bafög aufbringen, seien gut angelegt. “Mit dem Bafög investieren wir in die Zukunft,” sagte Schavan.
Deutschlandstipendium
Damit der Bildungsaufstieg junger Menschen nicht an finanziellen Hürden scheitert, setzt die Bundesregierung neben Bafög und Bildungsdarlehen auch auf Stipendien. Für Schavan ist es wichtig, dass neben dem einkommensabhängigen Bafög eine einkommensunabhängige Finanzierungsquelle besteht.
Mit dem Deutschlandstipendium will sie herausragende Leistungen honorieren oder sehr talentierte Studierende zusätzlich motivieren.
Das Deutschlandstipendium beträgt 300 Euro im Monat und wird je zur Hälfte vom Staat und von privaten Geldgebern finanziert. Das Einkommen der Eltern spielt bei der Vergabe keine Rolle.
Etwa 10.000 Studierende sollen 2011 in den Genuss der Stipendien kommen. Einige Hochschulen haben ihre Stipendienquote von 0,45 Prozent der Studierenden bereits zum Sommersemester 2011 genutzt. Allerdings sind bisher nur wenige Vergabezahlen bekannt. Die Uni Augsburg vergab 37 Stipendien, die TU Dresden 38, die Hochschule Coburg 16, die Hochschule Hof 11.
Bildungsdarlehen
Auch mit einem Bildungskredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau kann ein Studium gefördert werden. Auf Antrag gibt es bis zu 650 Euro monatlich, und das 14 Semester lang.
In Deutschland muss ein Studium nicht an der Finanzierung scheitern. Das gilt heute, das galt aber auch schon 1971, als das Bafög in Kraft trat. Bauingenieur Zech ist heute noch froh über die damalige Förderung. “Heute sichert das unser Einkommen”, sagt er.
Für das Deutschlandstipendium können sich alle Studierenden selbst bewerben. Ein wichtiges Kriterium sind die im Studium erzielten Noten, bei Studienbeginn die Abiturnoten. Zu den Auswahlkriterien gehört auch das soziale oder politische Engagement der Bewerberinnen und Bewerber. Das Stipendium wird jeweils für ein Jahr vergeben. Wiederbewerbungen sind möglich. Firmen, die Geld für Stipendien bereit stellen, können zwar Wünsche anmelden, in welche Studiengänge die Unterstützung fließen soll. Mindestens ein Drittel der Stipendien muss aber frei verfügbar bleiben. Schavan will mit dieser Regelung verhindern, dass nur wirtschaftsnahe Studiengänge von den Stipendien profitieren, die Geisteswissenschaften aber unberücksichtigt bleiben.
Foto: Ulf Dieter
Tags: Bildung, Bildungsdarlehen, Bundesregierung, Deutschlandstipendium, Familie, familie & GESUNDHEIT, Pädagogik, Stipendium, Studium











