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Spülmaschine: Sparprogramm kann teuer werden
Wer seine Maschine immer nur kurz und bei niedrigen Temperaturen laufen lässt, riskiert giftige Ablagerungen und verstopfte Leitungen.…

40 Grad ist nicht genug
Wie man’s macht, macht man’s verkehrt. Da überlegt man sich, dass das Geschirr auch bei 40 Grad ganz gut sauber wird, und niedrigere Temperaturen Energie sparen, und dann gibt das Ding plötzlich den Geist auf. Der Kundendienst kommt, werkelt eine Stunde in der Küche herum, und verlangt am Ende 300 Euro. Begründung: Maschine verschmutzt, die Leitungen verstopft. Tipp des Technikers: „Lassen Sie die Maschine mal lieber im Vollprogramm laufen, sonst schafft die das mit dem Fett nicht.” Tja, was ja gut für die Umwelt ist, ist nicht unbedingt gut für die Maschine. Wenn man das Kleingedruckte in den Betriebsanleitungen liest, wird man darauf schon hingewiesen, aber wer tut das schon. Und schließlich, wäscht man das Geschirr mit der Hand, ist die Wassertemperatur ja auch nicht höher als 40 Grad. Allerdings entfernt man hier Speisenreste zusätzlich mechanisch, also mit Schwämmen und Bürsten. Und auch der Abfluss des Spülbeckens kann sich mit Fettablagerungen zusetzen.
Wo Bakterien und Pilze zu Hause sind
Vorsicht, giftige Pilze
Hartnäckige Fettablagerungen sind aber nicht die einzige Gefahr, die in der Spülmaschine lauert: neuere Untersuchungen haben ergeben, dass sich in Spülmaschinen krankheitserregende Pilze ablagern, darunter eine gefährliche Schwarzhefe, die beim Menschen unter anderem Gehirnabszesse auslösen kann. Durch den hohen Wasserdruck werden Ablagerungen in die Gummidichtungen gequetscht, wo sich Organismen ansiedeln können, die wir eigentlich nicht in unserer Nähe haben wollen. Die extremen Bedingungen in der Spülmaschine – hohe Temperaturen, hohe Salzkonzentration – scheinen diesen Mikroben nichts auszumachen. Noch ist nichts von einer tatsächlichen Gesundheitsgefährdung für den Menschen bekannt, aber es ist sicher ratsam, die gefährlichen Ablagerungen zu entfernen, oder es gar nicht so weit kommen zu lassen.
Spülmaschine richtig säubern
Um Bakterien- oder Pilzbefall zu verhindern, sollten Sie Ihre Spülmaschine regelmäßig reinigen. Das hört sich merkwürdig an, weil die Spülmaschine selbst ja eine Reinigungsmaschine ist, aber Ablagerungen findet man vor allem in Zwischenräumen, an Scharnieren und Gummidichtungen. Kaufen Sie einen Spülmaschinenreiniger und wenden Sie diesen so an, wie auf der Packung beschrieben. Zuvor aber entnehmen Sie alle Siebe und waschen Sie diese unter fließendem Wasser ab, entfernen Sie Speisereste und Fettablagerungen und setzen Sie sie wieder ein. Mit einem Spülschwamm und Haushaltsreiniger säubern Sie sorgfältig die Gummidichtungen und alle Stellen, an denen Schmutzablagerungen zu finden sind. Sind diese recht hartnäckig, versuchen Sie auf jeden Fall, komplett zu entfernen. Erst dann lassen Sie die Maschine mit dem Reiniger laufen. Wählen Sie das Sparprogramm nur in Ausnahmefällen, die normale Geschirrreinigung sollte bei einem Programm mit mindestens 60 Grad erfolgen.
Geschrieben von Claudia Lück
Tags: Bakterien, familie & GESUNDHEIT, Gesundheit, Pilze, Sparprogramm, Spülmaschine, Spülmaschinenreiniger









